Tabellenführer siegt in Bamberg

Die mediteam Volleys verlieren nach heißem Kampf 1:3 gegen München Ost


Tabellenführer besiegt Tabellenletzten 3:1. Eine klare Angelegenheit, sollte man denken. Dass sich dabei am Sonntag in der Georgendammhalle zwei absolut gleichwertige Mannschaften gegenüberstanden, weiß nur, wer das Spiel selbst gesehen hat. Am Ende entschied wohl die größere Abgezocktheit der Münchnerinnen diese Partie, die die 180 begeisterten Zuschauer immer wieder zu spontanem Szenenapplaus und Beifallsstürmen für beide Mannschaften hinriss.

Der 1. Satz begann ausgeglichen und bis zum 10:10 konnte sich keine Mannschaft absetzen. Vor allen starke Aufschläge auf beiden Seiten prägten den Anfang des Spiels, bei dem sich beide Abwehrreihen noch finden mussten. Den Bambergerinnen gelang es schnell, aus einer sicheren Abwehr heraus ihre Angreiferinnen effektiv einzusetzen. Man sah jetzt schon tolle Angriffe vor allem von Kathi Schön und Alena Raab über außen und die Diagonale. Die Münchnerinnen, größenmäßig auf allen Angriffspositionen der VG überlegen, stellten ihren langen Block dagegen und verfügten zusätzlich über eine reaktionsschnelle Feldabwehr. Mitte des ersten Satzes setzten sich die Gäste etwas ab und hielten den Vorsprung bis zum 18:25 Satzgewinn.

Im 2. Satz konnten die Bambergerinnen den Druck im Angriff noch erhöhen. Angetrieben von ihrem phantastischen Publikum, zeigten die VG Damen jetzt Volleyball der Extraklasse. Über 7:3 und 13:6 lag man ständig deutlich in Führung. Immer wieder gelang es vor allem dem Youngster im Team, der 17-jährigen Kathi Schön mit "Hammerangriffen" zu punkten. Aber auch in der Abwehr und Annahme überzeugte sie im ganzen Spiel über mit einer konstanten Leistung auf hohem Niveau. Anna Michel mit sauberem und genauem Zuspiel konnte ihre Angreiferinnen immer wieder in Szene setzen, so dass die Führung bis zum 25:16 Satzgewinn noch ausgebaut werden konnte.

Auch im dritten Satz begegneten sich beide Teams wieder auf Augenhöhe. Bis zum 13:13 gab es einen ausgeglichenen Spielstand. Die Bamberger Angreiferinnen setzten die Gäste aus der Landeshauptstadt mit tollen Angriffsaktionen stark unter Druck, doch diese zeigten oft an Artistik grenzende Abwehraktionen. Lange Ballwechsel und zwei bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit gehende Mannschaften verursachten in dieser Phase stehende Ovationen beim Publikum. Auch auf Bamberger Seite konnte man dabei schnelle Reaktionen in der Abwehr von Ann Kathrin Kühhorn und besonders von Libera Tanja Maier sehen, die einige "unglaubliche" Bälle wieder zurück ins Spiel brachte. Atemraubende Spannung bis zum 24:24. Zwei leichte Fehler auf Bamberger Seite brachten dann den 24:26 Satzverlust.

Spannender geht's nicht mehr, sollte man denken, aber dann kam der 4. Satz. Bis zum 11:11 wieder ausgeglichenes Spiel. München tat sich leichter beim Punkten, Bamberg musste jetzt mehr kämpfen. Die Gäste setzten sich bis auf 15:19 ab. Bamberg kämpft sich wieder heran bis zum 20:20. Jetz ging's erst richtig los. Die Atmosphäre in der Halle knisterte vor Spannung. Beide Mannschaften zeigten nochmals eine Leistungssteigerung in Angriff und Abwehr, das Publikum hielt es längst nicht mehr auf den Sitzen: 25:25. Der Satz war noch lange nicht zu Ende, ständiger Gleichstand bis zum 29:29, Bamberg konnte fünf Satzbälle nicht verwandeln. Schließlich brachte der 1. Satzball für München das 29:31 und die anfangs erwähnte größere Abgezocktheit des Tabellenführers führte zum 1:3 Spielverlust für Bamberg.

Stimmen zum Spiel: Linda Först (jetzt DJK München, vorher VG Bamberg): "Ich freue mich einfach riesig, wieder einmal in Bamberg zu spielen und meine alte Mannschaft zu treffen." Trainer Quero: "Wir müssen weiter an uns glauben und unser Spiel machen, dann kommen mit einer Leistung wie heute sicher auch die Erfolge." Manager mediteam Werner Kühhorn:" Ein Unterschied zwischen Tabellenführer und Tabellenletztem war heute nicht zu sehen!" Spielführerin Anna Michel:" Ein Punkt wäre zumindest verdient gewesen. Wir haben heute ohne Druck unser bestes Saisonspiel gemacht."

Mediteam Volleys: Raab, Werthmann, Maier, Michel, Schön, Rebhan, Gröger, Badum, Kühhorn, Muff, Trainer Quero

Dietmar Balling, VG Bamberg

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Die VG Bamberg ist kein eigenständiger Sportverein, sondern ein Zusammenschluss der Volleyballabteilungen der drei Bamberger Sportvereine MTV 1882 Bamberg, Post SV 1928 Bamberg und FC Eintracht Bamberg 2010. Die Spiel- und Sportgemeinschaft wurde im Sommer 1987 ins Leben gerufen.  Zum Angebot der VG Bamberg gehören die Ballschule, Jugendmannschaften unterschiedlichen Alters sowie vier Damenmannschaften, eine Herrenmannschaft und verschiedene Freizeitteams. Interessiert? - Dann schau‘ bei uns vorbei
Der FVVB e.V. - Unter der Bezeichnung FVVB e.V. (Förderverein Volleyball Bamberg) hat dieser Verein seit 2004 das Ziel, den Volleyballsport in Bamberg zu fördern. Durch die Organisation des Regnitzwellen-Cups sowie verschiedener anderer Veranstaltungen soll vor allem die VG Bamberg finanziell unterstützt werden.

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