Zweimal 3:2 – Bamberg in der Regionalliga
Die mediteam Volleys besiegen Eiselfing und Nürnberg in der Relegation


Es ist 19.20 Uhr am Sonntagabend. Bamberg spielt gerade seinen zehnten (!) Satz an diesem Tag und hat Aufschlag. Nürnberg nimmt unsauber an, der Ball fliegt über’s Netz und ins Aus.
Bamberg ist in der Regionalliga.
Freude taumelnd liegen sich zwölf erschöpfte Spielerinnen und ein glücklicher Trainer in den Armen, das Publikum tobt, alle wollen nur noch feiern…
Doch zurück zur Chronologie der Ereignisse:
Im ersten Spiel des Tages trafen die mediteam Volleys auf den Zweiten der Bayernliga Süd, den TSV Eiselfing aus der Nähe von Wasserburg im Landkreis Rosenheim. Aus der 3000-Seelen-Gemeinde haben sich etwa 50 lautstarke Fans mit auf den weiten Weg nach Bamberg, bzw. Stegaurach gemacht. Insgesamt machten für Volleyballverhältnisse unglaubliche 300 Zuschauer die Aurachtalhalle an diesem Tag zu einem Tollhaus.
Schnell stellte sich heraus, dass sich beide Teams auf Augenhöhe begegnen. Die Bambergerinnen begannen aufgeregt, setzten aber gleichzeitig die Gäste durch druckvolle Angriffe von außen (Kathi Schön) und aus dem Rückraum (A.K. Kühhorn) unter Druck. Sofort konnte man jedoch feststellen, was an diesem Tag der stärkste Mannschaftsteil der Gäste war: Nämlich ihre unglaublich schnelle und sichere Abwehr, aus der ihre Libera Lisa Pauker noch deutlich herausragte und die kaum zu überwinden war.  Bis zum 15:15 konnte sich keine Mannschaft absetzen Dann die erste Führung für Bamberg. Kathi Schön kommt dreimal nacheinender auf der Außenposition durch. Doch Eiselfing kontert. Eine verkorkste Annahme auf Bamberger Seite bedeutet den 23:25 Satzverlust.
Im zweiten Satz gelingt den Domstädterinnen eine schnelle Führung. Nach drei Aufschlagpunkten durch Ann-Kathrin Kühhorn tobt die Halle beim Stand von 10:6. Bamberg baut die Führung auf 21:11 aus und wiederum A.K. Kühhorn beendet mit einem weiteren Aufschlagpunkt den Satz zum 25:14 für Bamberg.
Wiederum ein ausgeglichenes Bild im dritten Satz. Bis zum 8:8 sieht man tolle Spielzüge mit langen Ballwechseln auf beiden Seiten. Dann setzten sich die Gäste bis zum 14:20 ab, hier zeichneten  sich der „lange“ Block und die starken Angreiferinnen aus Eiselfing besonders aus. Bamberg kämpft sich zurück, kam aber am Satzende wieder nicht an der oberbayerischen Libera vorbei, Satzverlust mit 23:25.
Mitreißende Aktionen beider Teams am Netz sah man zu Beginn des vierten Satzes. Beim 15:10 gingen die VG Damen erstmals etwas deutlicher in Führung. Viktoria Graf wehrt zwei Angriffe des Gegners artistisch ab und Alena Raab gelingt ein wichtiger Punkt beim Block. Deutlicher 25:14 Satzgewinn.
Im entscheidenden Tie-Break gehen die mediteam Volleys schnell mit 5:0 und 8:3 in Führung. Eiselfing kommt bis auf 11:9 wieder ran. Spannung pur, alle Zuschauer stehen.
Bei 14:9 schlägt Conny Wolf den Block an, der Ball geht ins Aus. Bamberg gewinnt 3:2 und macht einen ersten großen Schritt in Richtung Regionalliga.
Im zweiten Spiel schlägt der VFL Nürnberg II dann Eiselfing mit 3:1.
Also musste das dritte Spiel über den direkt zu vergebenden Platz in der Regionalliga entscheiden. Aufgrund ihrer Erfahrung besaßen die Nürnbergerinnen eine leichte Favoritenrolle. Schnell stellte man jedoch fest, dass sich auch diese beiden Teams nichts schenken würden.
Im ersten Satz lag Nürnberg stets leicht in Führung, die sie beim 10:15 ausbauten. Die Gäste zeigten ihre  Routine und punkteten immer wieder durch einstudierte Spielzüge im Angriff.. Die Gastgeberinnen kämpfen sich jedoch bis zum 23:24 zurück, verloren dann doch den ersten Durchgang mit 23:25.
Im zweiten und dritten Durchgang kamen die VG Damen immer besser ins Spiel. Sie brachten durch druckvolle Angriffe die Nürnbergerinnen in Schwierigkeiten und Carolin Rebhan, die Anna Schenker auf der Zuspielposition entlastete, konnte die eigenen Angreiferinnen wiederholt gut in Szene setzen. Mit 25:18 und 25:12 gingen beide Durchgänge deutlich an die Heimmannschaft.
Nürnberg gab sich jedoch nicht geschlagen, nach ausgeglichenem Spiel bis zum 19:19 gelang ihnen ein 25:20 zum 2:2 Satzausgleich.
Wiederum musste der Tie-Break entscheiden..
Die am Rande der Erschöpfung stehenden Spielerinnen gaben noch einmal alles, kämpften bis zum Umfallen um jeden Ball, die Spannung war auch für die Zuschauer fast unerträglich.
Ausgleich bis zum 6:6, Bamberg setzt auf 10:6 ab durch einen Block von Alena Raab. Beim 13:8 reklamiert der Nürnberger Trainer eine Schiri-Entscheidung, gelbe Karte für ihn und zusätzlich Punkt für Bamberg: 14:8. Dann die anfangs beschriebene Szene. Bamberg ist in der Regionalliga.
Wegen einer besonderen Konstellation in dieser Spielklasse dürfen sich aber auch noch Nürnberg II und Eiselfing Hoffnung auf einen Platz in dieser Liga machen.
Es spielten: Graf, Raab, Rosstami, Maier, Schenker, Schön, Rebhan. Wolf, Badum, Kühhorn, Först. Trainer: Quero

VG Bamberg II konnte den Sprung in die Landesliga nicht schaffen und verlor in Regenstauf gegen Regenstauf II und Nürnberg III jeweils mit 1:3.
Bamberg III konnte mit zwei Siegen gegen Forchheim (3:1) und Einberg (3:2) den Platz in der Bezirksklasse verteidigen.

Dietmar Balling
 

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Die VG Bamberg ist kein eigenständiger Sportverein, sondern ein Zusammenschluss der Volleyballabteilungen der drei Bamberger Sportvereine MTV 1882 Bamberg, Post SV 1928 Bamberg und FC Eintracht Bamberg 2010. Die Spiel- und Sportgemeinschaft wurde im Sommer 1987 ins Leben gerufen.  Zum Angebot der VG Bamberg gehören die Ballschule, Jugendmannschaften unterschiedlichen Alters sowie vier Damenmannschaften, eine Herrenmannschaft und verschiedene Freizeitteams. Interessiert? - Dann schau‘ bei uns vorbei
Der FVVB e.V. - Unter der Bezeichnung FVVB e.V. (Förderverein Volleyball Bamberg) hat dieser Verein seit 2004 das Ziel, den Volleyballsport in Bamberg zu fördern. Durch die Organisation des Regnitzwellen-Cups sowie verschiedener anderer Veranstaltungen soll vor allem die VG Bamberg finanziell unterstützt werden.

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