mediteam Volleys gewinnen spannendes Derby

Die Damen 1 der VG Bamberg konnten sich am Sonntag erst im Tie-Break gegen den Lokalrivalen SG Rödental durchsetzen. Mit dem von Licht und Schatten geprägten Derby-Sieg gegen den Mitaufsteiger erkämpften sich die mediteam Volleys dieses Wochenende den zweiten Tabellenplatz in der Volleyball Bayernliga Nord.

Die Vorzeichen für das Derby standen aus Bamberger Sicht gut: Die beiden Mannschaften standen sich bereits in der vergangenen Landesliga-Saison am Netz gegenüber. Dabei gingen die VG-Damen stets als Sieger und letztendlich auch als ungeschlagener Meister vom Feld, während die Rödentalerinnen erst über die Relegation den Aufstieg in die Bayernliga schafften. Die mediteam Volleys haben sich außerdem mit mehreren Neuzugängen verstärkt; die Gäste kamen lediglich mit einem neuen Trainer, Martin Klostermann, in die Domstadt. Logisches Ziel der mediteam Volleys: ein klarer Sieg. Zur Freude der fast 100 Zuschauer im Georgendamm entwickelte sich jedoch ein spannendes Match.
Das Küken der Mannschaft, die erst 15-jährige Außenangreiferin Katharina Schön, ersetzte von Beginn an die verhinderte Constanze Wolf auf der ungewohnten Mittelposition. Dafür rückte Viktoria Graf mit in die Startformation und zeigte im gesamten Match präzise, erfolgreiche Angriffe. Mittelblockerin Alena Raab ist nach einem Auslandsaufenthalt ins Team zurückgekehrt, wird vom Champions-League-erfahrenen Coach Heriberto Quero aber erst nach und nach ans Team herangeführt
.
Gleich im ersten Satz schlichen sich bei den mediteam Volleys Fehler und  Ungenauigkeiten in fast allen Mannschaftsteilen ein. So liefen sie bis zum Satzende stets einem kleinen Rückstand hinterher. Mit der Einwechslung von Aufschlag-Spezialistin Laura Badum flammte noch einmal Hoffnung auf: Sie führte ihre Mannschaft mit einer tollen Serie von einem Vier-Punkte-Rückstand zu einer 23:22-Führung. Doch von einer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung erholten sich die VG-Mädels nicht mehr und gaben den ersten Durchgang unglücklich mit 25:23 ab.
Spätestens jetzt war der Kampfgeist der Bambergerinnen geweckt: Hellwach begannen sie den zweiten Satz, erkämpften sich Punkt für Punkt und ließen den Gegnerinnen kaum eine Chance. Mit einem überzeugenden 25:13 schickten sie die Gäste vom Feld und ließen auch im dritten Satz nicht locker. Eine präzise Annahme ebnete den Weg für Zuspielerin Karolin Rebhan, die ihre Angreiferinnen ein ums andere Mal perfekt einsetzen konnte. Besonders Linda Först und Ann-Kathrin Kühhorn sammelten über die Außenpositionen zahlreiche Punkte, so dass das dritte Satzende noch deutlicher ausfiel: 25:7 für die mediteam Volleys Bamberg hieß das überragende Ergebnis.

Doch dann passierte, was es eigentlich nur im Damen-Volleyball und seit neuestem wohl auch bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gibt: Nach einer überzeugenden, eindeutigen Leistung wendete sich das Blatt auf einmal. Mit großem Einsatz und Willen kämpften sich die Rödentalerinnen zurück ins Spiel. Sie kratzten zahlreiche gute Angriffe der VG-Damen vom Boden und setzten diese im Gegenzug mit starken Sprungflatter-Aufschlägen unter Druck. So entwickelte sich die Begegnung doch noch zu einem packenden Derby. Und trotz der lautstarken Unterstützung von den Zuschauerrängen konnten die mediteam Volleys den Sack nicht zumachen, Rödental glich zum 2:2 nach Sätzen aus und es ging in den gefürchteten fünften Satz, den Tie-Break.

In dem verkürzten Satz kann erfahrungsgemäß alles passieren –jetzt waren es aber doch wieder die VG-Mädels, die zu ihrem dominanten, sicheren Spiel zurückfanden. Konzentriert und von Trainer Heriberto Quero perfekt eingestimmt spielten sie den Entscheidungssatz souverän herunter und ließen den Gästen keine Chance mehr. Bei einer ohnehin komfortablen Führung von 8:4 ging Ann-Kathrin Kühhorn für Bamberg an den Aufschlag und machte den Sieg für ihr Team perfekt. Ein deutliches 15:4 beendete die Begegnung, welche die mediteam Volleys sicher spannender als nötig gestaltet haben. Mannschaftsführerin Anna Schenker zieht mit einem Augenzwinkern ein positives Fazit: „Die letzten Heimspiele haben wir recht deutlich gewonnen, das war besonders für uns als Team toll. Diesmal war es für uns knapper und schwieriger, dafür war es für unsere Zuschauer sicherlich umso spannender und sehenswerter.“

Für die mediteam Volleys Bamberg spielten:
Laura Badum, Mareike Bleuel, Linda Först, Viktoria Graf, Ann-Kathrin Kühhorn, Tanja Maier, Anna Schenker, Katharina Schön, Karolin Rebhan, Alena Raab

Trainer: Heriberto Quero
 

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Die VG Bamberg ist kein eigenständiger Sportverein, sondern ein Zusammenschluss der Volleyballabteilungen der drei Bamberger Sportvereine MTV 1882 Bamberg, Post SV 1928 Bamberg und FC Eintracht Bamberg 2010. Die Spiel- und Sportgemeinschaft wurde im Sommer 1987 ins Leben gerufen.  Zum Angebot der VG Bamberg gehören die Ballschule, Jugendmannschaften unterschiedlichen Alters sowie vier Damenmannschaften, eine Herrenmannschaft und verschiedene Freizeitteams. Interessiert? - Dann schau‘ bei uns vorbei
Der FVVB e.V. - Unter der Bezeichnung FVVB e.V. (Förderverein Volleyball Bamberg) hat dieser Verein seit 2004 das Ziel, den Volleyballsport in Bamberg zu fördern. Durch die Organisation des Regnitzwellen-Cups sowie verschiedener anderer Veranstaltungen soll vor allem die VG Bamberg finanziell unterstützt werden.

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