Das Saisonziel weit übertroffen

Die mediteam Volleys spielen um den Aufstieg in die Regionalliga


Was niemand auch nur annähernd vermuten konnte, ist eingetreten: Mit dem Saisonziel Klassenerhalt gestartet, belegen die mediteam Volleys Bamberg punktgleich mit dem Spitzenreiter Erlangen und mit nur drei Niederlagen insgesamt einen sensationellen zweiten Tabellenplatz in der Volleyball Bayernliga Nord, der zu Relegationsspielen für die Regionalliga berechtigt. Klar mit 3:0 wurde Angstgegner Hahnbach bezwungen, gegen den man Anfang Dezember die letzte Niederlage überhaupt in der Bayernliga hinnehmen musste.
Eine nervöse Spielführerin Anna Schenker berichtete schon vor dem Spiel von einer Trainingswoche, in der man ständig die Vorfreude, aber auch die Aufgeregtheit des ganzen Teams spürte und man dem Showdown am letzten Spieltag entgegenfieberte.
Selbst der sonst so gelassene und Ruhe ausstrahlende Trainer Heriberto Quero tigerte während des ganzen Spiels unruhig an der Seitenlinie auf und ab.
Die Geschichte des Spiels ist eigentlich schnell erzählt. Beide Mannschaften lieferten sich ein Duell, bei dem in jedem Satz schließlich die VG Damen die Nase vorn hatten.
Den ganzen Spieltag über zeigten die Bambergerinnen leichte Unsicherheiten in der Annahme, sicherlich auch bedingt durch das Fehlen der etatmäßigen Libera Tanja Meier.
Sie wurde durch Venus Rosstami vertreten, die durch ihre Schnelligkeit zwar immer präsent war, aber auf der ungewohnten Position auch viele Bälle etwas zu nah ans Netz brachte, was dann ein genaues Zuspiel oft nicht möglich machte.
Nach einer 2:0 –Führung im ersten Satz folgten einige Angriffsschläge ins Aus, was den Gegnerinnern aus dem Vilstal eine 7:3 Führung bescherte. Bamberg glich zum 8:8 aus, ehe Kathi Schön mit einer Aufschlagserie vom 10:9 zum 18:9 die Vorentscheidung im ersten Satz herbeiführte: 25:16
Ein nervöser Beginn des zweiten Satzes brachte gleich einen 1:3 Rückstand. Danach sah man auf beiden Seiten oft lange Ballwechsel, die mit Glück und Können und dank mehrerer Schnellangriffe über die Mitte durch Mareike Bleuel und Alena Raab oft zugunsten der VG endeten. In Verlegenheit kamen die Gastgeberinnen immer dann, wenn die gegnerische Nr.4 mit ihren harten Flatteraufgaben zum Aufschlag kam. Eine ständig knappe 2-Punkte-Führung konnte aber zum Satzende noch zu einem 25:20 Erfolg ausgebaut werden.
Ein ähnliches Bild ergab der dritte Satz. Nach unsicherer Annahme wieder ein Anfangsrückstand. Danach lange Ballwechsel, bei denen die Feldabwehr beider Mannschaften die weit geschlagenen Angriffsbälle immer wieder im Spiel halten konnte. Über 12:12 und 18:18 sah man ein ausgeglichenes Spiel. Danach ein As von Kathi Schön und einige erfolgreicher Aktionen im Angriff von Rückkehrerein Conny Wolf ergaben eine
24:20 – Führung für die Bambergerinnen. Dicht vor dem Ziel dann noch mal  aufkommende Nervosität: 24:22. Auszeit Bamberg. Letzte Aktion des Spiels: Ann Kathrin Kühhorn schmettert einen weit gestellten Ball von außen, schlägt an den Block und von dort springt der Ball ins Aus. Die Bambergerinnen feiern noch lange nach Spielende mit ihren 150 enthusiastischen Fans eine unglaublich erfolgreiche Bayernligasaison.
Stimmen nach dem Spiel:
Trainer Quero: „Heute zeigten wir ungewohnte Schwächen in der Annahme, konnten aber durch unsere starken Aufschläge und durch variable Angriffe den Sieg sicherstellen. Unsere Chancen auf den Aufstieg schätze ich mit 50:50 ein.“
Teammanager Kühhorn: „Wir haben eine unglaubliche Saison gespielt, deren Erfolgsgarant sicherlich der Trainer mit seiner professionellen Arbeit war. Jetzt freuen wir uns auf die Relegationsspiele, bei denen wir unter keinerlei Erfolgsdruck stehen und die wir als Saisonzugabe genießen werden.
In den Relegationsspielen genießt man nun Heimrecht. Da aber niemand mit diesem Erfolg wirklich gerechnet hat, hat man für den 21. April in Bamberg keine Halle reserviert. So müssen die mediteam Volleys zu den Aufstiegsspielen gegen den TSV Eiselfing aus Oberbayern und den VfL Nürnberg II in die Aurachtalhalle nach Stegaurach ausweichen.
VG Bamberg: Graf, Raab, Rosstami,  Schenker, Schön, Rebhan, Wolf, Badum, Bleuel,  Kühhorn

Dietmar Balling
 

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Die VG Bamberg ist kein eigenständiger Sportverein, sondern ein Zusammenschluss der Volleyballabteilungen der drei Bamberger Sportvereine MTV 1882 Bamberg, Post SV 1928 Bamberg und FC Eintracht Bamberg 2010. Die Spiel- und Sportgemeinschaft wurde im Sommer 1987 ins Leben gerufen.  Zum Angebot der VG Bamberg gehören die Ballschule, Jugendmannschaften unterschiedlichen Alters sowie vier Damenmannschaften, eine Herrenmannschaft und verschiedene Freizeitteams. Interessiert? - Dann schau‘ bei uns vorbei
Der FVVB e.V. - Unter der Bezeichnung FVVB e.V. (Förderverein Volleyball Bamberg) hat dieser Verein seit 2004 das Ziel, den Volleyballsport in Bamberg zu fördern. Durch die Organisation des Regnitzwellen-Cups sowie verschiedener anderer Veranstaltungen soll vor allem die VG Bamberg finanziell unterstützt werden.

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